"i amsterdam"

Von Wien Richtung Niederlande - Amsterdam

 

WELKOM

 

Nach einer Flugzeit von 2 Stunden sind wir, Daniela, mein Sohn Philipp und ich, am Airport Schiphol gelandet und spürten die Vorfreude auf unser Haus, welches ich über die Plattform Airbnb gesucht, gefunden und letztlich auch gebucht habe. Ich muss ja gestehen, dass ich schon ein wenig nervös war, ob das mit dem Haus auch klappen würde. 

 

Doch siehe da, als wir am Zielort ankamen, wurden wir auch schon sehr herzlich in Empfang genommen.

Unser Haus befand sich in der Bloemstraat 114, lediglich 3 Gehminuten vom Anne Frank Haus, 13 Minuten vom Paleis op de Dam und 17 Minuten vom "The Amsterdam Dungeon" entfernt.

 

Nach einer kleinen Einführung in diese kleine Villa wurden wir auch schon unserem "Schicksal" überlassen. Erster Stop war der Albert Heijn Supermarkt, wo wir uns für die nächsten Tage mit diversen Lebensmitteln eindeckten.  

Danach machten wir uns auf in Richtung Innenstadt. Nebenbei zu erwähnen ist, dass viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuss erreichbar sind. Da es bereits Abend war, schlenderten wir ganz relaxed Richtung Paleis op de Dam, entlang der Einkaufsstraße ins Red Light District.

 

Leichtbekleidete Damen winken durch die Schaufenster den vorbeiziehenden männlichen Touristen zu. Interessiert wirkte hier keiner und so zogen sie von einem Schaufenster zum nächsten weiter. Von dort aus ging es mit einem Fahrradtaxi zurück zu unserem Heim.

 

Dort angekommen machten wir eine skurrile Entdeckung. Am Wohnzimmertisch war ein riesiger nasser Fleck, der eigenartig roch. Hinter dem Fernsehschrank hörten wir eigenartige Kratzgeräusche, konnten diese jedoch nicht wirklich zuordnen. So entfernten wir den Fleck und gingen, mit einem doch mulmigen Gefühl zu Bett.

 

Morgens nach einem sehr ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Wer kleine, außergewöhnliche und originelle Läden sucht, findet diese in den 9 Straatjen. Dieses zauberhafte Viertel findet sich mitten im Grachtengürtel wieder. 

Wer Vintage und/oder Einzigartiges zu erschwinglichen Preisen sucht, hat hier die besten Chancen es tatsächlich auch zu finden. 

Fortbewegungsmittel für einen echten Amsterdamer ist das Fahrrad. Wenn Sie könnten, würden sie alle Autos aus der Stadt verbannen. Der erste Schritt in diese Richtung sind die horrenden Parkgebühren. Für 5 Euro kann mann hier eine ganze Stunde parken. Ja richtig gelesen, eine ganze Stunde!

"Amsterdam ohne fahrräder - niemals"

 Fahrräder gibt es in allen möglichen Ausführungen, wobei keines dem Anderen gleicht. Radfahrer haben IMMER Vorrang, auch wenn die Ampel gerade tief rot aufleuchtet. 

 

Neben den zahlreichen Fahrrädern, welche an den Geländern entlang der Grachten fixiert wurden, fand man in diesen sehr schöne und ausgefallene Hausboote wieder.  

Von den 9 Straatjen schlenderten wir zum "The Amsterdam Dungeon". Der Eintritt kostet vor Ort EUR 24,-- pro Person, wobei man EUR 5,-- sparen kann, wenn man online ein Ticket kauft.

 

Ich würde dieses als Laientheater beschreiben. Hier werden aus der Geschichte die dunkle Vergangenheit Amsterdams auf ganz besonderer Art nachgespielt. So kommen jegliche Hormone zum Einsatz, bei uns ganz besonders das Glückshormon. Wahnsinn, was wir gelacht haben.

 

Das Stück führt durch elf Räume wobei auch immer wieder das Publikum Teil dieser Inszenierung ist. So wurde ich im Zuge einer Autopsie auf die Bühne geholt und durfte assistieren.

Das Publikum lachte, ich lachte, Patient sowieso tot, somit alles richtig gemacht.

Vom "The Amsterdam Dungeon" ging es zurück zum Palais op de Dam, dem Königshaus. Eintrittskarten können vorab bereits auf der offiziellen Webseite um EUR 10,00 pro Erwachsenen erworben werden. Ein Audioguide in diversen Sprachen ist im Preis bereits inkludiert.

 

Zurück in unmittelbarer Nähe des Anne Frank Hauses, befindet sich das Käse Museum.

Wer diesen mag, sollte an diesem Geschäft nicht vorbei ziehen. Es ist eine absolute Goldgrube in Sachen Käse.

 

Ein paar Schritte weiter erreicht man das Steakrestaurant "Black and Blue". Wer sich jetzt fragt, ob es gut ist, nein es ist nicht gut, es ist sensationell. Speisen, Getränke und ganz besonders der herzliche Service finden sich hier auf höchstem Niveau wieder. Satt und zufrieden gingen wir zurück in unser Unterkunft und ließen den Abend entspannt Ausklingen.

 

Last Day in Amsterdam, noch eine kleine Runde durch die Stadt geschlendert, kam auch schon unsere Vermieterin wegen der Schlüsselübergabe.

 

Als sie uns fragte wie der Aufenthalt für uns war, erzählten wir von unserem gruseligen Erlebnis mit diesem eigenartigen Fleck auf dem Tisch und dass wir uns fürchteten, dass ein Zombiebiber dahinter stecke. Sie fing an zu lachen und meinte, dass dies mit Sicherheit die Katze des Nachbarn war. Herzhaft brachen wir in Gelächter aus und realisierten, dass wir kein Teil eines Horrorfilmes waren.

 

Ganz ehrlich Leute, ich habe versucht diese Geschichte ein wenig dramatischer zu schreiben, "leider" erfolglos. Man muss der Realität einfach ins Auge sehen. Es war kein Zombiebiber sondern des Nachbarns Zombiekatze.

 

So stiegen wir schmunzelnd ins Taxi, fuhren Richtung Airport und freuten uns auf die Heimat.

 

Vaarwel Amsterdam

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