Japan liegt in Ostasien im westlichen Pazifik. Bedeutet, das man von Wien Richtung Osten, fast einmal um ein Drittel der Erde, fliegt. Unsere Flugzeit direkt betrug fast 13 Stunden. Zeitverschiebung 7–8 Stunden voraus (je nach Sommer-/Winterzeit in Österreich). Wichtig: in Japan gibt es keine Zeitumstellung.
Japan ist für mich ein Land der leisen Momente. Oft sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die mir am stärksten in Erinnerung bleiben, sondern
die kleinen Beobachtungen. Ein Schrein zwischen Hochhäusern, das Rascheln der Ginkobäume im Wind oder der Duft von frisch gekochtem Reis in einer Seitenstraße – genau dort beginnt für mich das
eigentliche Japan.
Ich liebe diesen Kontrast zwischen Tradition und Moderne. Morgens stehe ich in einem jahrhundertealten Tempel, am Nachmittag fahre ich mit dem Shinkansen quer durch Landschaften, die wie gemalt an mir vorbeiziehen. Alles wirkt durchdacht, respektvoll und erstaunlich ruhig, selbst in den großen Städten. Japan zwingt einen fast dazu, langsamer zu werden und genauer hinzusehen (und es gibt wirklich viel zu sehen).
Besonders berührte mich, die Selbstverständlichkeit, mit der Rituale hier gelebt werden. Ob beim Tee, beim Essen oder beim Besuch eines Schreins – nichts geschieht hastig. Jede Bewegung scheint Bedeutung zu haben. Aber vielleicht ist es genau das, was Japan für mich so besonders macht…dieses bewusste Erleben des Augenblicks.
Japan ist kein Land, das man einfach „besucht“. Es ist ein Ort, der so intensiv nachwirkt, wie ein Torii im Morgennebel oder wie leuchtende Ahornblätter im Herbst.
Japan hat uns mit seiner Höflichkeit, Ordnung und Rücksichtnahme sehr beeindruckt. Viele Dinge sind anders als bei uns, aber genau das macht das Reisen hier so spannend. Mit ein paar einfachen Regeln fühlt man sich schnell wohl und zeigt gleichzeitig Respekt gegenüber Land und Leuten.
🌸 Do’s in Japan
Respekt & Freundlichkeit
Ein Lächeln, ein leichtes Verbeugen und ein respektvolles Auftreten öffnen in Japan viele Türen. Die Menschen sind unglaublich höflich und diese Höflichkeit bekommt man auch sofort zurück.
Schuhe ausziehen
In Wohnungen, Ryokans, Tempeln und manchmal auch in Restaurants werden die Schuhe ausgezogen. Meist stehen Hausschuhe bereit. Ein kleines Detail, das in Japan ganz selbstverständlich ist.
Rücksicht in Bahn
Öffentliche Verkehrsmittel sind ruhig. Telefonieren gilt als unhöflich, Gespräche werden leise geführt, wenn überhaupt.
Müll mitnehmen
Mistkübel sind sooooo selten, aber Sauberkeit wird großgeschrieben. Es ist völlig normal, den eigenen Müll mitzunehmen und später zu entsorgen (sofern man einen Mistkübel findet).
Anstellen & Ordnung
Egal ob U-Bahn, Aufzug oder Restaurant, man stellt sich hinten an.
Immer etwas Bargeld dabeihaben
Auch in Großstädten wird noch viel bar bezahlt, vor allem in kleinen Lokalen, Shops oder bei
Tempeln (besonders wenn man die Stempeln sammeln will).
🍂 Dont´s in Japan
Nicht laut sein
Laute Gespräche oder Telefonate in der Öffentlichkeit wirken störend. Zurückhaltung ist hier Teil der Kultur.
Nicht im Gehen essen
Street Food ja – aber bitte stehen bleiben oder sich hinsetzen. Essen „to go“ ist eher unüblich.
Kein Trinkgeld geben
So ungewohnt es sich auch anfühlt…Trinkgeld wird nicht erwartet und kann sogar irritieren. Guter Service gehört einfach dazu.
Tatami respektieren
Tatami-Matten dürfen niemals mit Schuhen betreten werden, da sie als besonders sauber und wertvoll gelten.
Essstäbchen richtig verwenden
Stäbchen nicht in den Reis stecken und nicht damit herumspielen schon gar nicht damit auf andere zeigen, das hat eine ganz negative Bedeutung.
Tattoos nicht überall zeigen
In Onsen sind Tattoos oft nicht erlaubt oder müssen abgedeckt werden.
🤍 Fazit
Japan lebt von Respekt, Rücksichtnahme und kleinen Gesten. Wer offen ist und sich auf diese Kultur einlässt, wird mit unglaublich freundlichen Begegnungen und einem ganz besonderen Reisegefühl belohnt = unbezahlbar.
