Sabyinyo

4:30 Uhr - Guten Morgen Welt

 

Heute sollte der Tag der Tage sein. Schnell geduscht und die Zähne geputzt, war ich auch schon unterwegs zum

Eingang der Lodge, wo Chris auf mich wartete. Nach 10 Minuten kamen wir auch schon am

VOLCANOES NATIONALPARK  an.

 

Nach einer kleinen Tanzeinlage der Einheimischen wurden wir in Kleingruppen eingeteilt. 

Unser Ranger erklärte uns die Verhaltensregel die wir ganz genau einzuhalten hatten.

 

Sollten Weibchen oder Jungtiere auf uns zukommen, so sollten wir uns groß machen.

Beim Silberrücken, jedoch ganz klein und den Augenkontakt meiden.

Kein Essen, Trinken in der Gegenwart der Gorillas und ohne Blitz fotografieren. 

 

Nach dieser Einleitung ging es auch schon los. Über eine Blumenwiese kamen wir zu unserem Einstieg wo die Nervosität enorm anwuchs.

 

Zwei Stunden später durch den Dschungel, durch Matsch, Dreck und Dickicht, stoppte unser Ranger. Er bat uns, unserer Rücksäcke abzulegen und lediglich die Kameras mitzunehmen. Wir wussten, die Gorillas müssen ganz in der Nähe sein. Nach ein Paar Schritten war es dann soweit…

 

Herzlich Willkommen Gorilla Familie Sabyinyo  

 

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Mein Traum ist wahr geworden. Ich wusste in diesem Moment nicht, wie ich mit diesem Gefühl umgehen sollte. 

 

Weinen oder Lachen??

 

Es war so schön Ihnen beim spielen zuzusehen. Das Baby nuckelte am Finger im Schutze seiner Mutter. 

Ich wollte Ihnen so gerne in die Augen sehen, ganz tief in Ihre Seele. Wollte wissen was Sie gerade fühlen und auf einmal war er da…

 

Guhonda der Silberrücken

 

Seine majestätische Erscheinung war unglaublich. Er lies sich seelenruhig in den Bambusstrauch fallen und fing

genüsslich an zu fressen. Immer wieder knackte er ein Stück Bambus ab, wie einen Zahnstocher. Tausende Fotos wurden gemacht, in jeder erdenklichen Position. Doch irgendwann war es auch für Guhonda genug.

Er richtete sich auf (Irre wie groß er auf einmal war) und lies sich nach vorne kippen.

 

Schwuppdiwupp und unserer Gruppe wurde ganz klein.

Die Gruppe mimte den Laut „Mrrmmhh-mrrmmhh“ (Alles ist gut) so gut wir konnten nach…

Ich spürte den Atem von Guhonda auf meiner rechten Wange und bat nur, dass ich hier heil raus komme.

Ich wollte so gerne den Kopf heben und ihm in die Augen blicken, ganz tief in seine Seele,

doch im nächsten Moment setzte er sein Ziel fort.

Huiii…ein kleiner Schubs, der Platz reichte ihm anscheinend nicht aus und ich lag über meinen knienden Nachbar.

Was für ein Erlebnis!

Am Weg zurück zum Ausstieg begegneten wir noch Isheja Big Ben mit seiner Glatze. Nach ein Paar Schritten waren wir auch schon wieder zurück am Feld mit den Blumen und mussten feststellen wie kurz eigentlich eine Stunde ist…

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