Frieden spüren

Hiroshima ist ein Ort, der uns tief berührt hat. Die Stadt ist weltbekannt für das Ereignis von 1945, aber sie zeigt auch eine unglaubliche Stärke und Lebensfreude, die man sofort spürt, wenn wir durch die Straßen gehen.

Das Friedensdenkmal, die Atombombenkuppel, ist ein stiller Zeuge der Vergangenheit. Wir haben dort einen Moment innegehalten und die Atmosphäre auf uns wirken lassen – eine Mischung aus Trauer, Nachdenklichkeit, aber auch Hoffnung. Überall in Hiroshima spürt man das Bestreben, die Erinnerung zu bewahren und gleichzeitig nach vorne zu blicken.

Besonders berührend fanden wir den Friedenspark. Zwischen den Bäumen und Denkmälern liegen hunderte bunte Origami-Kraniche – kleine Papier-Vögel, die als Symbol für Frieden und Hoffnung stehen. Die Tradition, 1.000 Kraniche zu falten, soll Wünsche erfüllen und Frieden bringen. Es ist ein stiller, aber unglaublich kraftvoller Moment, der uns die Bedeutung von Mitgefühl und Erinnerung noch einmal bewusst macht.

„Give Peace a Chance“

Hiroshima ist heute eine ruhige, grüne Stadt – und doch liegt über ihr eine spürbare Schwere. Am 6. August 1945 veränderte sich hier alles, als die erste Atombombe der Geschichte über dem Stadtzentrum explodierte. Innerhalb von Sekunden wurden Leben ausgelöscht, Straßenzüge verschwanden und eine ganze Stadt verstummte. Beim Spaziergang durch den Friedenspark oder beim Blick auf die erhaltene Atombombenkuppel wird klar, dass Hiroshima kein Ort der Anklage ist, sondern des Erinnerns. Die Stadt erzählt leise, aber eindringlich von Verlust, Leid und unglaublicher Widerstandskraft und erinnert daran, wie zerbrechlich Frieden ist und wie wichtig es bleibt, ihn bewusst zu bewahren.

Ein kleiner Geheimtipp für eine ruhige Pause ist der Garten der Rosen, der ebenfalls zum Friedenspark gehört. Die Rosen blühen in allen Farben und verbreiten einen Hauch von Leichtigkeit und Freude mitten zwischen den historischen Denkmälern. Wir haben es sehr genossen, zwischen den Blumenbeeten zu schlendern, den Duft der Rosen einzuatmen und einfach den Moment zu genießen. Gerade im Herbst war es dort besonders schön – die Rosen standen noch in voller Pracht und das warme Licht machte alles fast magisch.

Hiroshima ist aber nicht nur Geschichte – die Stadt lebt. Die Straßen sind voller Cafés, kleine Läden laden zum Stöbern ein, und die japanische Gastfreundschaft ist überall spürbar. Kulinarisch sollte man unbedingt Okonomiyaki probieren, das berühmte „japanische Pfannkuchen-Gericht“, das in Hiroshima eine ganz eigene Spezialität ist. Hiroshima hat uns gezeigt, wie stark Menschen sein können, wie wichtig Erinnerung ist und wie schön das Leben ist, wenn man es bewusst lebt. Für uns war es eine der bewegendsten Stationen auf unserer Japanreise und die Origami-Kraniche sowie der Garten der Rosen werden wir sicher nie vergessen. Hiroshima = einfach nur schön

Erlebe die Miyajima Moments

Miyajima fühlt sich an wie eine kleine Pause von der lauten Welt. Schon bei der Überfahrt mit der Fähre wird der Blick vom berühmten roten Torii im Wasser angezogen, das bei Flut scheinbar über dem Meer schwebt. Auf der Insel selbst geht alles etwas langsamer: Rehe spazieren neugierig durch die Straßen oder versuchen zur Begrüßung den Plan der Insel zu mopsen. Tempel und Schreine liegen eingebettet in sattes Grün und der Duft von Meer und Wald begleitet jeden Schritt. Miyajima ist kein Ort, den man einfach nur besucht – man lässt ihn auf sich wirken. Zwischen spiritueller Ruhe, beeindruckender Natur und kleinen Momenten des Staunens bleibt das Gefühl, an einem ganz besonderen Platz Japans angekommen zu sein.


***Kosten***

🚢 Fähre von 

Miyajimaguchi → Miyajima (Standardroute)

Diese Fähre dauert ca. 10 Minuten und verbindet den Bahnhof Miyajimaguchi mit Miyajima-Hafen.  

Normale Ticketpreise (einfach / hin & zurück):

Erwachsene: ca. ¥200 / ¥400  

Kinder (Grundschule): ca. ¥100 / ¥200  

Kleinkinder: oft kostenlos (einige Ausnahmen möglich)  

 Besucherstempel-Steuer (“Miyajima visitor tax”) von ca. ¥100 pro Person wird beim Betreten der Insel zusätzlich berechnet. 

💡 Beide Betreiber (JR West Miyajima Ferry & Miyajima Matsudai Kisen) haben dieselbe Preisstruktur für diese kurze Strecke.

📍 Tipps & Extras

JR-Pass-Inhaber: Die JR-Fähre gehört zum JR-System und ist im Pass enthalten – du musst ggf. nur die Besuchssteuer ¥100 pro Person zahlen.

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